Projekte

 Kleinstrukturen

Golfplatz Leuk-Susten

Der Natur stehen auf dem Golfkurs Leukerfeld in Susten rund 17 Hektaren zur Verfügung: Weiher, Ufer, Bäche, Suonen, Magerwiesen, magere Queckenwiesen, sandige Hügel,  Haine, Gebüsche. Der Golfclub Leuk war in den 17 Jahren seit Bestehen des Golfplatzes immer offen, diese Flächen möglichst naturnah gestalten und unterhalten zu lassen –  Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und das besagte Gebiet ökologisch aufzuwerten, hat der Vorstand des NVO entschieden, die Patenschaft für das Projekt «Kleinstrukturen – Steinwall» zu übernehmen.

Steinhaufen und Steinwälle sind seit Jahrhunderten Merkmale der bäuerlich geprägten Landschaftsgeschichte und Teil der traditionellen Kulturlandschaft. Sie haben damit nicht nur einen hohen ökologischen, sondern auch einen kulturhistorischen und landschaftsästhetischen Wert. Die Neuanlage von Steinwällen ist ein geeigneter Weg, um Reptilien, Vögel und viele andere Kleintiere (Insekten, Spinnen, Schnecken, Kleinsäuger etc.) in der Kulturlandschaft zu fördern: sie sind wichtige Versteckmöglichkeiten, günstige Sonnenplätze, Eiablagestellen sowie Winterquartiere. Die agrarwirtschaftlich genutzte Landschaft wird durch diese Kleinstrukturen für viele Arten überhaupt erst besiedelbar. Leider ist im Verlauf der letzten Jahrzehnte ein grosser Teil dieser wertvollen Kleinstrukturen verloren gegangen; sie standen der Intensivierung der Landwirtschaft im Weg oder sind als störende und als unordentlich wirkende Landschaftselemente eliminiert worden.

Dank der grosszügigen Unterstützung und Lieferung von drei LKWs durch die Firma Schmid Severin Söhne AG, konnte der NVO am 19.Februar 2020 das Vorhaben in die Tat umsetzen. Mittels eines kleineren Schaufelbaggers erfolgte ein 40 cm tiefer Erdaushub. Grössere Steine dienten in Bodennähe als Füll- und Versteckmaterial. Mit einer östlich für eine ideale Sonneneinstrahlung gerichtete Neigung wurden die zwei Steinwälle schliesslich mit kleineren Steinen abgedeckt. Der Erdaushub diente auf der westlichen Seite als Windschutz im inneren des Steinwalls. Mittels eingelegten Betonröhren hat das Hermelin die Möglichkeit ein ideales Ganzjahresquartier  in Besitz zu nehmen und dem Wiedehopf wurde mit einem Betonnistkasten ebenfalls ein potentieller Nistplatz angeboten. Als letzte Etappe erfolgt im Herbst an den Seiten und in der Mitte der Steinwälle das Pflanzen von einheimischen Sträuchern.

Birdlife Oberwallis 2020